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Bistum Dresden-Meißen

Von Schweinerden nach Crostwitz

Altenpflege auf Sparflamme -Neues Konzept fällt Nullrunde der Pflegekosten zum Opfer

Segen für ein neues Haus: Bischof Joachim Reinelt bei der Kapellenweihe

Dresden (ck) -Mit der Hausund Kapellensegnung am 1. Dezember durch Bischof Joachim Reinelt und dem Einzug der Bewohner am 4. Dezember wurde das Caritas-Altenpflegeheim St. Ludmila in Crostwitz in Betrieb genommen. Bei dem Heim mit einer Kapazität von 62 Plätzen handelt es sich um einen Ersatzneubau für das Altenpflegeheim St. Ludmila in Schweinerden bei Panschwitz-Kuckau.

Im Januar -nachdem sich die Bewohner mit den neuen Räumlichkeiten vertraut gemacht haben -wird dann zur offiziellen Einweihungsfeier mit Vertretern des öffentlichen Lebens eingeladen. In die Freude über den Umzug mischt sich allerdings ein Wermutstropfen: Nach Verhandlungen mit den Pflegekassen muss der Pflegesatz des Altenpflegeheims in Schweinerden ohne jede Aufstockung auch für Crostwitz übernommen werden.

Konkret bedeutet das: Das komplett vorbereitete, neue Konzept mit dem Schwerpunkt gerontopsychiatrische Tagesbetreuung kann nicht umgesetzt werden. Geplant war, zusätzlich drei Mitarbeiter einzustellen, um demente und altersverwirrte Menschen intensiv begleiten zu können, ihnen Geborgenheit zu vermitteln, die Angst zu nehmen. Diese Pläne müssen zum großen Bedauern von Heimleiter Ferdinand Bräuer einstweilen in der Schublade verschwinden. Die Nullrunde zwingt auch zu Sparmaßnahmen im betriebswirtschaftlichen Bereich, die kaum noch Spielraum übrig lassen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 50 des 52. Jahrgangs (im Jahr 2002).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Freitag, 13.12.2002

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