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Bistum Görlitz

Musik trifft den Nerv von Jung und Alt

Die "Laetare Kids" beleben die Neuhausener Gemeinde mit Liedern von altbekannt bis modern

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Neuhausen (mim) -Wer schon einmal einen Sonntagsgottesdienst in der Kirche der Gemeinde St. Hedwig in Neuhausen miterlebt hat, der wird sie sicher kennen: Die Laetare Kids. Von Jung und Alt geschätzt, kommen des öfteren sogar Gläubige aus anderen Gemeinden in den Neuhausener Sonntagsgottesdienst, um diese Jugendband zu erleben. Mit ihren Auftritten tragen sie dazu bei, dass sowohl Familien mit Kindern, als auch Jugendliche und ältere Menschen gern zur Messe gehen.

Die Laetare Kids sind eine neunköpfige Jugendband, die hofft, im Jahre 2004 bereits ihr zehnjähriges Bestehen feiern zu können. Kilian und Caroline Schulz, Thomas Penitzka und Priska Lange, Andrea und Johanna Penitzka sowie Marie-Luise Schulz, Alexandra Kossack und Stefanie Brux begleiten die Gemeinde Sonntag für Sonntag auf ihren Instrumenten zu altbekannten Liedern aus dem Gotteslob, aber auch zu fetzigen Jugendliedern. Gerade die Mischung ist es wohl, die jeden Gläubigen, gleich welchen Alters, anspricht. Jedes der Bandmitglieder -größtenteils im Alter von 14 bis 17 Jahren -spielt mindestens ein Instrument. Leiterin der Gruppe ist die 25-jährige Stefanie Brux. Schon lange musikalisch interessiert, hat sie mittlerweile ihr Hobby zum Beruf gemacht und begann nach der Schule ein Musikstudium in Cottbus. Heute unterrichtet die Diplom-Musikpädagogin an Musikschulen und ist für die Proben und die musikalische Entwicklung der Laetare Kids zuständig: "Wir proben einmal in der Woche und spielen fast jeden Sonntag im Gottesdienst in Neuhausen. Dazu kommen gerade in der Weihnachstzeit noch Auftritte etwa bei Seniorenfeiern", so Frau Brux.

Geht man zu den Anfängen der Laetare Kids zurück, so ist die Jugendband doch beinahe zufällig entstanden. "Bei der Begrüßung unseres damaligen Kaplans Sebastian Schmidt im Jahre 1993 habe ich die Gemeinde auf dem Keyboard begleitet. Dies hatte so großen Anklang gefunden, dass mich der Kaplan gefragt hat, ob man sowas nicht mit mehreren machen könnte", erzählt die junge Frau.

Schnell fanden sich weitere musikalisch Begabte, und der Grundstein einer Jugendband war gelegt. Am Laetare Sonntag, dem vierten Sonntag der Fastenzeit, hatte die Gruppe 1994 ihren ersten Auftritt und gleichzeitig ihren Namen entdeckt. "Unsere Gemeinde ist mit der Zeit richtig sangesfreudig geworden", sagt Andrea Penitzka. Insofern steht die Gruppe ihrem Namen Laetare (lateinisch: freue dich!) in nichts nach. Und dabei sind keineswegs nur die Jugendlichen begeistert. "Durch die Laetare Kids wurde unsere Gemeinde richtig belebt und auch für uns Alten sind die jungen Lieder richtig schön", sagte einmal ein älteres Gemeindemitglied.

Neben all der Freude, die die Laetare Kids durch ihre Musik bereiten, sehen sie sich aber auch als Beispiel für andere Gemeinden. "Ich würde mich freuen, wenn auch andere Gemeinden den Jugendlichen die Chance geben, sich an der Gestaltung der Gottesdienste zu beteiligen. Eine Gemeinde sollte doch wie eine Familie sein, in der Jung und Alt gleichermaßen integriert sind", sagt Stefanie Brux.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 46 des 52. Jahrgangs (im Jahr 2002).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 14.11.2002

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